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2. Traumafachtagung St. Marien – St. Vitus GmbH

In Kooperation mit AMEOS Klinikum / Osnabrück und Klinikum Wahrendorff / Hannover

04.05. 2018     Fachklinik St. Marienstift
Dammer Str. 4a / 49434 Neuenkirchen-Vörden

(FORTBILDUNGSPUNKTE SIND BEI DER ÄRZTEKAMMER BEANTRAGT)

Das Ensō ist ein Symbol aus der japanischen Kalligraphie. Obwohl Ensō ein Symbol und kein Buchstabe ist, ist es eine der geläufigsten Zeichnungen in der japanischen Kalligraphie. Es symbolisiert u.a. das Universum und die Leere, kann aber auch als „Ausdruck des Moments“ aufgefasst werden. Traumatherapie arbeitet zum Beispiel in der Exposition häufig mit dem Ausdruck des Moments; nämlich mit dem Moment, der Ursache für das zu behandelnde psychotraumatische Belastungssyndrom (PTBS) war, beziehungsweise immer noch ist.

Die Behandlung unterschiedlicher Traumafolgestörungen ist eine zunehmende Herausforderung für das psychosoziale und medizinische Hilfesystem. In den letzten Jahren haben sich im gesamten Bundesgebiet Traumanetzwerke gebildet, die niedrigschwellige Anlaufstellen sind – sowohl nach dem Opferentschädigungsrecht, den Unterstützungsmöglichkeiten im Flüchtlingsbereich, aber auch für die Opfer von häuslicher Gewalt und Unfällen. Allen Betroffenen gemeinsam ist eine überfordernde Erfahrung von Stress und existenzieller Bedrohung.

Das Programm dieser Fachtagung ist aus einem Netzwerkgedanken heraus entstanden. Niedersachsen verfügt über eine Fülle von Anlaufstellen. Sowohl stationäre als auch ambulante Angebote arbeiten eng zusammen. Es gibt sowohl Generalisten als auch sehr spezifische Angebote. Alle verbindet die klare Haltung, dass ein vernetztes – ambulantes wie stationäres – Hilfeangebot die beste Form der Unterstützung darstellt.

Die Fachkliniken St. Marien – St. Vitus GmbH bieten seit Jahren stationäre Therapie für die Kombination von Trauma, Sucht und Ess-Störungen an. Unsere Standorte sind genderspezifisch, d.h. in der Fachklinik St. Marienstift werden Männer, in der Fachklinik St. Vitus ausschließlich Frauen behandelt. Seit einem Jahr besteht außerdem in Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Vechta eine niedrigschwellige Traumaambulanz für alle Formen von PTBS.

Die Kooperationspartner dieser Fachtagung werden sich mit interessanten und praxisorientierten Aspekten ihrer jeweiligen Arbeit einbringen. Dies reicht von der Arbeit mit essgestörten Frauen, über genderspezifische Therapie für Männer, den wichtigen strukturellen Übergängen von ambulanten zu stationären Angeboten, bis hin zu den drängenden Fragen, wie mit den vor, während oder nach einer Flucht erlittenen Traumatisierungen umzugehen ist.

Die Leitungsteams aller beteiligten Kliniken wünschen Ihnen einen interessanten und erkenntnisreichen Tag!

Dr. med. Thomas W. Heinz
Ärztlicher Direktor / Geschäftsführer

Jahrestreffen/ Ehemaligentreffen am 09.06.2018

Das Ehemaligentreffen findet in diesem Jahr am 09. Juni 2018 statt.