Alkoholflasche auf Boden
Neuanfang Leben

Für Angehörige

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nicht nur der Suchtkranke allein betroffen, sondern auch immer sein soziales Umfeld: Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Arbeitskollegen.

Für viele Angehörige ist durch die Alkoholabhängigkeit das Leben massiv beeinträchtigt und sie leiden oftmals mehr unter der Krankheit als der Betroffene selbst. Zu den Sorgen um den Betroffenen kommen zusätzliche Belastungen wie Überforderung, Kindererziehung, Haushalt, finanzielle Probleme, Vereinsamung und manchmal auch körperliche oder sexuelle Gewalttätigkeit männlicher Betroffener hinzu.

Viele Angehörige schämen sich, verheimlichen ihr Leid und reiben sich oft in ihrem Bemühen auf, den Schein nach außen hin zu wahren und glauben, ihrem Partner zu helfen.

Das ist meistens ein Trugschluss

Denn mit ihrem gut gemeinten Verhalten verlängern sie den Krankheitsprozess des Betroffenen, leiden selbst unter Nervosität, Schlaflosigkeit, Magenerkrankungen, Kopfschmerzen und Depressionen und sind in der Gefahr, durch ihr Verhalten eine "Co-Abhängigkeit" zu entwickeln. Partner und Kinder brauchen häufig selbst Hilfe, um aus diesem Kreislauf herauszukommen. Machen Sie den ersten Schritt, holen Sie sich Rat in einer Beratungsstelle oder wenden Sie sich an eine Selbsthilfegruppe, in der es auch Angebote für "Mitbetroffene" gibt.