Offene Tür
Neuanfang Leben

Rückfallbehandlung

In einer der beiden Rückfallbehandlungsgruppen wird auf die Arbeitstherapie zugunsten anderer Therapieformen verzichtet. Diese Gruppe richtet sich an Patienten, bei denen keine Probleme im beruflichen Bereich bestehen.

In der anderen Gruppe werden Probleme in der beruflichen Situation entsprechend berücksichtigt und es kommen die hierfür notwendigen Therapieformen zur Anwendung. Die Überprüfung der individuellen Ressourcen und deren Förderung sind hierbei wesentliche Elemente.

Bezüglich möglicher rückfallpräventiver Maßnahmen sind zwei Zieldimensionen zu differenzieren, die primäre und die sekundäre Rückfallprävention. Das Ziel der primären Rückfallprävention ist die Aufrechterhaltung der Abstinenz, Maßnahmen sind also auf die Verhinderung von Rückfällen und ihren Folgen ausgerichtet. Bei der sekundären Rückfallprävention steht die schnelle Wiederherstellung der Abstinenz im Vordergrund. Es sind also Maßnahmen notwendig, um bei schon eingetretenen Rückfällen deren Verlauf zu mildern und deren Dauer und Auswirkungen zu begrenzen.

Von den spezifischen und unspezifischen Interventionen zur Rückfallprävention sind die notwendigen Interventionen auszuwählen und durchzuführen. Um den Patienten vor einer Überforderung zu bewahren ist es nach Lauer (1996) sinnvoll, nie mehr als zwei dieser Interventionen durchzuführen. Erfahrungsgemäß steigert bei der Durchführung dieser Maßnahmen der Einsatz von Rollenspielen und Video die Effektivität erheblich.

Das differenzierte und umfangreiche Angebot an Indikationsgruppen ermöglichen eine individuelle Förderung und Stabilisierung des Patienten.